Montag, 26. Mai 2014, 18:30 - 20:00 iCal

Vortragsreihe Genderforschung - Marlis Buchmann

Hartnäckige Ungleichheit nach Geschlecht – Die Bedeutung von Geschlechterbildern, kognitiven Verzerrungen und strukturellen Zwängen

Hs G, Psychologicum
Liebiggasse 5, 1010 Wien

Vortrag


Univ.-Prof. Dr. Marlis Buchmann vom Soziologischen Institut - Universität Zürich

Die weite Verbreitung von kulturellen Vorstellungen über die Gleichberechtigung der Geschlechter und Prinzipien der Chancengleichheit prägte die westliche Welt insbesondere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Trotzdem halten sich auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch hartnäckig vielfältige Geschlechterdifferenzen und Geschlechterungleichheiten – zum Teil in überraschender Weise. Besonders deutlich zeigen sich Geschlechterdifferenzen im Bereich von Bildungstrajektorien und Berufslaufbahnen – trotz der Tatsache, dass junge Frauen gemessen am erreichten Bildungsabschluss mit den jungen Männern gleichgezogen oder diese sogar übertroffen haben. Vor diesem Hintergrund geht der Vortrag der Frage nach, welche Mechanismen und Prozesse dafür verantwortlich sind. Genauer unter die Lupe genommen wird das dynamische Zusammenspiel zwischen Kultur und Kognition und wie dieses Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern hervorbringt. Welche Bedeutung haben Geschlechterstereotypen im Verbund mit kulturellen Werten der Selbstverwirklichung für geschlechtstypische Präferenzen? Wie verschränken sich Geschlechterstereotypen mit geschlechtstypischen Fähigkeitszuschreibungen durch signifikante Andere und verzerren die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten? Solche und andere Prozesse werden illustriert anhand von (eigenen) empirischen Studien.

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Veranstalter

Fakultät für Psychologie


Kontakt

Katharina Cepak
Fakultät für Psychologie
+43-1-4277-47311
katharina.cepak@univie.ac.at