Sehen und Verstehen: Marie Neurath und die Demokratisierung von Wissen in ISOTYPE Kinderbüchern

Fachbibliothek Soziologie und Politikwissenschaft
Rooseveltplatz 2, 1090 Wien

Beschreibung

Direkt zum Programm und allen Informationen -> Marie Neurath (1898-1986) war eine Illustratorin und Grafikdesignerin, die von Mitte der 1940er bis Ende der 1960er Jahre innovative Sachbücher für Kinder schuf. In den 1920er Jahren entwickelte sie in Wien gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Politiker und Philosophen Otto Neurath (1882-1945), und dem Künstler und Designer Gerd Arntz (1900-1988) eine Methode der visuellen Darstellung, die als Isotype (International System of Typographic Picture Education) bekannt wurde. Isotype wurde von den progressiven Ideen des Wiener Kreises beeinflusst und sollte einen Beitrag zur Demokratisierung des Wissens leisten. Zu diesem Zweck wurde seitens der Neuraths und ihres Teams eine spezielle Form der Bildstatistik geschaffen, die darauf abzielte, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge für alle zugänglich zu machen. In der Nachkriegszeit widmete sich Marie Neurath der Entwicklung mehrerer Reihen informativer Bilderbücher für Kinder, in denen sie die Isotype-Prinzipien aufgriff und weiterentwickelte. Obwohl diese Bilderbücher zu ihrer Zeit große Popularität genossen, wurde das Vermächtnis Marie Neuraths in der internationalen Bilderbuchforschung bislang unzureichend gewürdigt.Die vorliegende Anthologie, der ein Symposium vom 19. Oktober 2022 im Wiener Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum zugrunde liegt, ist die erste, die sich ausführlich mit Marie Neuraths Vermittlungsfunktion für Kinder auseinandersetzt und ihre bahnbrechende grafische Methode analysiert.Programm des Abends und alle weiteren Informationen in den Events der Universitätsbibliothek Wien

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Veranstalter

Fachbibliothek Soziologie und Politikwissenschaft

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Erstellt am Dienstag, 10. Februar 2026, 12:02
Letzte Änderung am Donnerstag, 12. Februar 2026, 14:54