Weitere Termine
Mittwoch, 16. September 2026, 09:30 - 17:15
Donnerstag, 17. September 2026, 10:00 - 16:45
Freitag, 18. September 2026, 10:00 - 16:15
Beschreibung
Das Okkulte als Gegenstand der Wiener Kultur- und Wissensgeschichte
Wien – Vom 16. bis 19. September 2026 widmet sich das interdisziplinäre Symposion „Das okkulte Wien. Vom Mittelalter bis zur Moderne. Brüche und Kontinuitäten“ im Schreyvogelsaal der Wiener Hofburg den historischen Erscheinungsformen, Wissensbeständen und kulturellen Praktiken des Okkulten. Im Zentrum steht die Frage, wie sich entsprechende Vorstellungen und Praktiken über lange Zeiträume wandelten, welche Traditionslinien fortbestanden und an welchen historischen Schwellen grundlegende Neuordnungen einsetzten.
Forschende verschiedener Disziplinen untersuchen die sozialen, politischen, religiösen und epistemischen Kontexte, in denen magische und okkulte Wissensformen hervorgebracht, tradiert, bestritten oder neu gedeutet wurden. Die Beiträge verbinden kultur-, wissens- und geistesgeschichtliche Zugänge und fragen zugleich nach dem Verhältnis des Okkulten zu gelehrten Traditionen, wissenschaftlichen Ordnungen und gesellschaftlichen Modernisierungsprozessen.
Historische Konstellationen des Okkulten
Das Symposion behandelt das Okkulte nicht als bloße Randerscheinung, sondern als einen historisch wirksamen Bestandteil der Wiener Kultur- und Wissensgeschichte. Das thematische Spektrum reicht von mittelalterlicher Magie und Alchemie über Spiritismus, Theosophie und weitere okkulte Bewegungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts bis zu gegenwärtigen Formen urbaner Ritual- und Glaubenspraxis. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Wechselwirkungen zwischen Geheimwissen, Politik, Kunst, Religion und Wissenschaft sowie den Begriffen und Deutungsmustern, mit denen diese Phänomene in unterschiedlichen Epochen beschrieben, legitimiert oder zurückgewiesen wurden.
Veranstalter
DocSchool Phil Kult, Sektion "Wissen, Literatur und Medien"
Kontakt
Christa Tuczay (christa.tuczay@univie.ac.at)
Organisiert von Jana Christin Lammerding, Maximilian Scheffold, Christa Agnes Tuczay und Kira Kaufmann. Gefördert durch die Doktoratsschule für Philologisch-Kulturwissenschaftliche Studien an der Universität Wien.
+43 681 81862263
maximilian.scheffold(at)univie.ac.at
Erstellt am Samstag, 05. September 2026, 13:46
Letzte Änderung am Montag, 07. September 2026, 12:40