Unlikely Refuge?
Refugee Protection in East Central Europe in the 20th Century
Michal Frankl: (Leibniz Institute for the History and Culture of Eastern Europe)
Seminarraum WISO, Hauptgebäude Universität Wien (Universitätsring 1), Stiege 6, 2.ZG und Zoom ID: 654 7065 0042 | Kenncode: 218011
Universitätsring 1, 1010 Wien
Universitätsring 1, 1010 Wien
Beschreibung
East Central Europe is generally seen as a region that produces refugees rather than providing solutions to their plight. People fleeing poverty, war, border conflicts, ethnic cleansing, genocide, and political persecution contribute to the region’s troubled image. Drawing on research from the ERC Consolidator project “Unlikely Refuge?,” this talk challenges this widespread understanding and examines the reception, protection, and aid (or lack thereof) provided to refugees in East Central Europe during the 20th century. The talk will also address the history of refugee protection in state socialist countries, a topic that is often marginalized in contrast to the history of the 1951 Refugee Convention and the “Western” refugee regime. It will reflect on the need to expand our understanding of national and international refugee regimes, arguing that we must consider refugee regimes in the plural to provide a basis for writing a truly global history of refugees.
21. April 2026 | Beate Althammer (Humboldt-Universität Berlin)
Grenzen des Wohlfahrtsstaats
Migration, Armenfürsorge und das Design der ersten
Sozialversicherungen (1870–1914)
Die Geschichte der Sozialpolitik ist überwiegend in einem nationalstaatlichen Rahmen geschrieben worden. Gerade die Jahrzehnte um 1900, die als ‚Keimphase‘ der heutigen europäischen Wohlfahrtsstaaten gelten, waren jedoch eine Zeit massiver Migrationsbewegungen. Dies warf unweigerlich die Frage auf: wer sollte von den expandierenden sozialen Sicherungssystemen profitieren, wer sollte ausgeschlossen bleiben? Oft hat die Forschung vermutet, dass der Aufstieg nationaler Wohlfahrtsstaaten den Ausschluss transnationaler Migrantinnen und Migranten von sozialen Rechten angetrieben, die Differenz Inländer/Ausländer also verschärft habe. Basierend auf Ergebnissen des Projekts „The Borders of the Welfare State: Migration, Social Rights and Expulsion (1850–1933)”, argumentiert dieser Vortrag, dass es so einfach nicht war. Mit Fokus auf das Deutsche Reich wird gezeigt, dass das moderne Versicherungsprinzip insbesondere auch Nicht-Staatsangehörige weit günstiger stellte als die traditionelle Armenfürsorge – allerdings zugleich neue Abgrenzungspro-bleme hervorbrachte. Gestützt auf einen breiten Quellenfundus, diskutiert der Vortrag die ambivalenten Interdependenzen von Sozial- und Migrationspolitik an der Schwelle zum 20. Jahrhundert.
ABENDKOLLOQUIUM
SOMMERSEMESTER 2026
Kontakt: annemarie
Veranstalter
Annemarie Steidl, Anka Steffen
Kontakt
Annemarie Steidl und Anka Steffen
Universität/ Institut WISO
Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte
4277 41327
wirtschaftsgeschiche(at)univie.ac.at
Erstellt am Mittwoch, 18. Februar 2026, 11:50
Letzte Änderung am Mittwoch, 25. Februar 2026, 14:08