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Die Universität Wien feiert heuer 250 Jahre Bohemistik. Tschechisch war die erste lebende Sprache, die an der Universität neben Deutsch unterrichtet wurde. Am 7. Oktober 1775 wurde hier der Mährer Josef Valentin Zlobitzky auf die weltweit erste Professur für Tschechische Sprache und Literatur berufen. Der von Zlobitzky entworfene Studienplan galt im Übrigen auch für den Unterricht anderer lebender Sprachen, so etwa bei der Einführung der romanischen Sprachen an der Universität Wien, als verbindliche Richtschnur.
Aus diesem Anlass findet gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland die internationale Jubiläumskonferenz "250 Jahre Bohemistik an der Universität Wien" sowie die Jahreskonferenz der Matthias-Kramer-Gesellschaft zum Thema "Institutiionalisierter Sprachunterricht und Mehrsprachigkeit als politische Machtinstrumente im Übergang von der Frühen Neuzeit in die Moderne" statt. Auf dem Programm steht ein lebendiger Reigen von Vorträgen, die thematisch von sprach- und literaturhistorischen Analysen über dialektologische und lexikographische Studien bis hin zu Fragen der Mehrsprachigkeit, Medienrepräsentation und Sprachpolitik reichen. So beleuchten Beiträge etwa die Reflexion tschechischer Dialekte, das Bild Wiens in tschechischen Liedern, institutionelle Sprachlehre, Filmdiskurse oder das Wirken einzelner Persönlichkeiten wie Havel – und verbinden lokal-historische Detailbefunde mit transnationalen Perspektiven.
Die Jubiläumskonferenz findet in deutscher und tschechischer Sprache statt, die Programmpunkte sind entsprechend angekündigt.
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Veranstalter
Institut für Slawistik der Universität Wien
Kontakt
Univ.-Prof. Mag. Dr. Stefan-Michael Newerkla
Institut für Slawistik
+43 1 4277 42820
slawistik@univie.ac.at
Erstellt am Donnerstag, 25. September 2025, 15:06
Letzte Änderung am Dienstag, 30. September 2025, 09:36