Mittwoch, 13. Mrz 2019, 18:30 - 20:00 iCal

Hosokawa Gratia und die Mulier Fortis des Wiener Jesuitentheaters als Lehrstück für die Mitglieder des Hauses Habsburg

Pia Maria Jolliffe (University of Oxford)

Japanorama 2019, 11.3.-15.3.2019

Institut für Ostasienwissenschaften - Japanologie, Seminarraum Jap 1
Spitalgasse 2, UniversitätsCampus Hof 2, Eingang 2.4, 1090 Wien

Vortrag


Die japanisch-österreichischen Kulturkontakte vor der Aufnahme formeller diplomatischer Beziehungen werden am Beispiel des Stücks Mulier Fortis (Eine tapfere Frau), das im Professhausgymnasium der Jesuiten Am Hof am Tag des Heiligen Ignatius von Loyola (31. Juli) 1698 aufgeführt wurde, erörtert. Inhalt des Stückes sind Leben und Sterben der adeligen japanischen Christin Hosokawa Gratia (1563-1600), die als exotische christliche Märtyrerin moralische Vorbildwirkung für die Erzherzoginnen des Hauses Habsburg haben sollte. Durch die Diskussion dieses Stückes mit seiner nicht unproblematischen Darstellung von Hosokawa Gratia und seinen Quellen werden Beziehungen zwischen Japan und Österreich im globalen Kontext der frühen Neuzeit deutlich. Der Vortrag beinhaltet Hörproben des Stückes Mulier Fortis mit dem Text von Johannes Baptist Adolph SJ und der Musik von Johann Bernhard Staudt.

Pia Maria Jolliffe, Diplomstudium Japanologie (Universität Wien), in Asienwissenschaften (Universität Genf), Doktorat in Internationaler Entwicklung (Universität Oxford). Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Nissan Institute of Japanese Studies und Research Fellow, Blackfriars Hall, Universität Oxford. Derzeitiger Forschungsschwerpunkt: intellektuelle Beziehungen zwischen Japan und Europa während der Christenverfolgung in Japan (1587-1873). Publikation: Prisons and Forced Labour in Japan. The Colonization of Hokkaido 1881-1894 (Routledge 2018).


Veranstalter

Institut für Ostasienwissenschaften/Japanologie und AAJ (Akademischer Arbeitskreis Japan)


Kontakt

Mag. Angela Kramer
Universität Wien
Institut für Ostasienwissenschaften - Japanologie
4277-43801
angela.kramer@univie.ac.at