Donnerstag, 13. September 2018, 18:00 - 20:00 iCal

Arts & Science: Seneca, "Die Trojanerinnen"

Teilaufführung der Tragödie in neuer deutscher Übersetzung durch Studierende des Instituts für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein

Campus, Veranstaltungspavillon Hof 1
Spitalgasse 2-4, 1090 Wien

Vortrag


Die Aufführbarkeit der Tragödien Senecas wurde in der Forschung immer wieder bestritten. In einem philologischen Experiment soll nun, begleitet von einer wissenschaftlichen Einführung, die Bühnenwirksamkeit der Dramen Senecas am Beispiel der Tragödie „Troades“ ("Die TrojanerInnen") in deutscher Übersetzung nachgewiesen werden.

Thema der Tragödie ist das Leid der kriegsgefangenen trojanischen Frauen nach der Zerstörung ihrer Heimatstadt durch die Griechen. Dabei werden zwei Handlungsstränge kombiniert. Die geplante Aufführung wird sich aus pragmatischen Gründen auf einen dieser beiden Handlungsstränge beschränken: Andromache, die Witwe des trojanischen Anführers Hektor, versucht ihren Sohn, Astyanax, vor den Griechen zu verstecken. Ihre Hoffnung ist, dass er in der Zukunft Troja wiederaufbauen wird. Genau das wollen die Griechen verhindern. Für sie ist das Kind ein potentieller „Gefährder“, der als Erwachsener den Krieg erneuern wird. Odysseus erklärt sich bereit, das Kind aufzuspüren. Die Konfrontation von Odysseus und Andromache bildet den Höhepunkt des Stückes und darf, was die psychologische Durchdringung der Figuren angeht, als Meisterleistung Senecas gelten.

Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Andreas Heil, Institut für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein

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20 Jahre Uni Wien Campus

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Jubiläums 20 Jahre Uni Wien Campus statt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website https://campus.univie.ac.at . Einen Überblick über alle Jubiläums-Events gibt es hier.


Veranstalter

Universität Wien


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